Freitag, 8. Mai 2026
Psyche & Phantastik I. - Ego/Rebellion/Raum.
laghbas, 09:17h
RAUM./Der Zweite Garten (Oaris).
*
(...)
Nun stehe ich hier, blicke zurück, und erinnere mich daran, wie es sich anfühlt, in seine kleinsten Bestandteile zerlegt zu werden. Ein Kribbeln, wie wenn Glieder zu lange der Blutzufuhr entbehren, eine paradoxe Verbindung aus Taubheit und Schmerz, die sich steigert, anschwillt, immer unerträglicher wird …
(...)
Diese fellbekleideten Wesen, dort hinter der energetischen Barriere, schmutzig, primitiv und wild, sollen Menschen sein? Sternenfahrer? Diese Kreaturen, denen außer einem unverständlichen, gutturalen Grunzen nichts zu entlocken ist? Die sich um ihre Feuer drängen und gierig, mit fauligen Zähnen, halbrohe Fleischfasern von bleichen Knochen reißen? Die sich kreischend paaren? Sich um ihrer armseligen Besitztümer und Weibchen willen - gegenseitig töten?
Nur einmal, für einen lächerlich kurzen Moment, überkam mich das Gefühl, dass in diesen Augen, unter diesen vorspringenden Stirn- und Augenwülsten, eine Andeutung dessen vorhanden sein könnte, was einmal gewesen ist. Ein nahezu verschreckt aufglimmender Funke, ein unsicherer Blick in meine Richtung, ein fragiler Glanz, der zumindest annähernd jener Würde gleichkommt, die ich von jenem Menschen, der mich in meinem ersten Garten in unregelmäßige Abständen zu besuchen pflegte, gewohnt gewesen bin.
Am Ende bleibt nichts anderes, als auch bezüglich dieses Zweiten Gartens meine Pflicht zu erfüllen, ihn zu pflegen, die Lebewesen in ihm zu umsorgen, auf sie zu achten, sie zu trösten, abzuwarten und - inständig zu hoffen, - dass nichts geschieht.
*
(...)
Nun stehe ich hier, blicke zurück, und erinnere mich daran, wie es sich anfühlt, in seine kleinsten Bestandteile zerlegt zu werden. Ein Kribbeln, wie wenn Glieder zu lange der Blutzufuhr entbehren, eine paradoxe Verbindung aus Taubheit und Schmerz, die sich steigert, anschwillt, immer unerträglicher wird …
(...)
Diese fellbekleideten Wesen, dort hinter der energetischen Barriere, schmutzig, primitiv und wild, sollen Menschen sein? Sternenfahrer? Diese Kreaturen, denen außer einem unverständlichen, gutturalen Grunzen nichts zu entlocken ist? Die sich um ihre Feuer drängen und gierig, mit fauligen Zähnen, halbrohe Fleischfasern von bleichen Knochen reißen? Die sich kreischend paaren? Sich um ihrer armseligen Besitztümer und Weibchen willen - gegenseitig töten?
Nur einmal, für einen lächerlich kurzen Moment, überkam mich das Gefühl, dass in diesen Augen, unter diesen vorspringenden Stirn- und Augenwülsten, eine Andeutung dessen vorhanden sein könnte, was einmal gewesen ist. Ein nahezu verschreckt aufglimmender Funke, ein unsicherer Blick in meine Richtung, ein fragiler Glanz, der zumindest annähernd jener Würde gleichkommt, die ich von jenem Menschen, der mich in meinem ersten Garten in unregelmäßige Abständen zu besuchen pflegte, gewohnt gewesen bin.
Am Ende bleibt nichts anderes, als auch bezüglich dieses Zweiten Gartens meine Pflicht zu erfüllen, ihn zu pflegen, die Lebewesen in ihm zu umsorgen, auf sie zu achten, sie zu trösten, abzuwarten und - inständig zu hoffen, - dass nichts geschieht.
... link
... older stories