Sonntag, 13. September 2020
"Es..."
... geht wieder los, endlich.

NFL
Season 20/21

Jeden Sonntag zwei Spiele live auf Pro7 und Pro7maxx.

Gameday 1

19.00 Uhr - Dolphins@Patriots

Kurz vor Ende des Spiels, beim Stand von 21-11 für die Patriots.
Man hat gesehen, dass Belichik auch nach Brady fähig ist, ein gutes Team aufzubauen, das auch exakt wieder in typischer Belichickmanier spielt. Die Patriots bleiben also die Patriots. Zumindest solange Belichick der Chef ist.
Die große Frage wird sein, ob Newton, der ja eher ein laufender QB ist (kein Touchdownpass heute, und erst recht kein tiefer Touchdownpass!), in der Lage sein wird, sein Spiel im entscheidenden Moment zu variieren und Big-Plays auch über tiefe TD-Pässe zu generieren. Sollte er nur bei seinem typischen Spiel bleiben, das ihm liegt, wird es - prognostiziere ich mal - eventuell für die PlayOffs reichen, aber definitiv nicht für den Superbowl.
Zudem bleibt natürlich auch noch offen, ob Belichick den manchmal unstabilen Charakter Newtons über die gesamte Saison hinweg wird bändigen können.
Momentan sieht es gut aus, Newton scheint sich friedlich eingefügt zu haben, aber...
Außerdem muss Newton natürlich unverletzt bleiben. Auch das stellt, so riskant wie er spielt, einen entscheidenden Faktor dar.
Einige Fragen sind also noch offen.

Die Dolphins: jepp, wesentlich besser aufgestellt als letztes Jahr (eine Saison, die sie ja quasi abgeschenkt haben, um an den FirstPick ranzukommen). Wird für eine solide und ausgeglichene Saison reichen, nicht aber für die PlayOffs. Es sei denn, sie steigern sich irgendwann während der Saison noch in einen Rausch.

22.30 Uhr - Buccaneers@Saints

Die alles überragende Frage war natürlich: wie schlägt sich Brady mit seinem neuen Team?

Und - oh weh! - zur Halbzeit, nach zwei Interceptions, wollte ich bereits den großen, tragischen Abgesang auf Tom Brady anstimmen, aber das war dann doch - wie sich zu Beginn der zweiten Hälfte herausstellte - etwas voreilig. Denn - genau wie die Patriots ohne ihn trotzdem die Patriots bleiben, bleibt eben Brady, auch bei den Buccs, trotzdem Brady.
Im Prinzip fängt er die neue Saison so an, wie er die ganze letzte Saison gespielt hat. Samt seiner nach wie vor gegebenen Stärken, aber auch mit deutlich höherer Fehlerquote als in früheren Jahren.
Eine seiner Stärken: nach wie vor steckt kein anderer QB Fehler und Rückschläge während eines Spiels so gut weg, und antwortet - wie gestern - umgehend mit einem 40-Yard-Pass, der zu einem blitzsauberen TD wird und das Team, nach zwei Interceptions und teilweise katastrophalen Fehlern, im Spiel hält.
Es fehlt den Buccs noch an Feinabstimmung.
Die Vorbereitungszeit war - coronabedingt - sehr kurz, und das gesamte Team ist extrem jung und geradezu gespickt mit Rookies. Das ist natürlich nicht die erfahrene, gut geölte Maschinerie der Patriots, die über Jahre hinweg komplett auf Brady und seine Lieblingsreceiver zugeschnitten war. Und so kam es dann zu gruseligen Fehlern in allen Mannschaftsteilen - Defense, Offense, Specialteams. Viele Fehler im PassReceiving und - vor allem - ein geradezu unmöglicher Schnitzer beim Catch des Puntreturners.
Es bleibt abzuwarten, ob diese Fehler abgestellt werden können und die Feinabstimmung dann irgendwann funktioniert.
Das Potential ist vorhanden.
Wenn gut gearbeitet wird, und das sollte unter Brady eigentlich keine Frage sein, sind die PlayOffs durchaus machbar für die Buccs.

Die Saints:
Die Saints setzen die großartige Entwicklung der letzten Jahre fort, gut aufgestellt in allen Mannschaftsteilen, aber auch mit einer alten Schwäche behaftet, die sich wie ein roter Faden durch die ansonsten positive Entwicklung des Teams zieht.
Wenn die Saints nämlich einer entschlossenen, starken, präzise ablaufenden Offense gegenüberstehen, dann geraten sie ganz schnell ins Trudeln. Und Breeze ist, trotz seiner unbestrittenen Qualitäten, nicht immer der Mann, der das Team dann schnell genug wieder auf Linie bringt.
Trotzdem normalerweise ein sicherer PlayOff-Kandidat, wenn nicht sogar ein Team für den Superbowl.

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